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Forschungsprämie

 

Unternehmen mit Sitz in Österreich haben für ihre Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen Anspruch auf die Forschungsprämie. Auch Investitionen in Gebäude, Maschinen, Messgeräte und andere Infrastruktur mit F&E Bezug sind förderbar. Die Förderung erfolgt nach Projektdurchführung und wird beim Finanzamt geltend gemacht. Bei Anerkennung erfolgt eine Gutschrift auf dem Abgabenkonto. Somit ist die Förderung auch für Unternehmen, die Verluste ausweisen, von hoher Relevanz.

Die Forschungsprämie beträgt 14% der förderbaren Aufwendungen. Sie steht auch bei fehlgeschlagenen/nicht-erfolgreichen Innovationsvorhaben zu. Damit ist die Prämie eine hochattraktive Finanzierungsquelle für Forschungs- und Entwicklungsprojekte. In dieser Form ist die Förderung übrigens europaweit einzigartig und mittlerweile ein bedeutsamer Aspekt bei Standortentscheidungen von innovativen Unternehmen.

Attraktiv: Die Themenoffenheit, die Nicht-Deckelung der Projektkosten und die relativ einfache Beantragung machen das Förderinstrument sehr attraktiv. Die Förderung sieht keinerlei Einschränkungen hinsichtlich Unternehmensgröße und -typ vor.

Neu seit 2022: UnternehmerInnen und GesellschafterInnen können auch ihre eigenen Stunden mit einem fiktiven Aufwand anrechnen. Zudem ist die Beantragung der Prämie im Allgemeinen vier Jahre rückwirkend möglich.

Für die Abklärung, ob und in welcher Höhe eine Forschungsprämie zusteht, bieten wir Ihnen ein unentgeltliches persönliches oder telefonisches Beratungsgespräch an. Meist können wir innerhalb von 15 – 20 Minuten klären, ob die Forschungsprämie für Sie relevant ist.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte via Telefon oder e-mail!

Die Forschungsprämie im Überblick

Gemäß Forschungsprämien-Verordnung sind folgende Innovationsleistungen grundsätzlich förderbar:

• Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten

• Neu- und Weiterentwicklungen von technischen Verfahren

• Bau von Prototypen und Pilotanlagen

• Grundlagenforschung, industrielle Forschung und anwendungsorientierte Entwicklung.

Wesentlich dabei ist, dass die betreffenden Leistungen F&E-Charakter im Sinne des § 108c EStG sowie des Frascati Manuals aufweisen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Abklärung, inwieweit ihre Projekte die Merkmale dieser Materien aufweisen bzw. unterstützen wir Sie bei der Gestaltung der Texte derart, dass diese Merkmale erfüllt werden.

 

Die Forschungstätigkeit kann eigenbetrieblich und/oder in Form eines Auftrags an ein anderes Unternehmen oder eine Forschungseinrichtung durchgeführt werden. Als Forschungs- und Entwicklungspartner kommen inländische oder in der EU/EWR ansässige Dritte in Betracht. Die Aufwendungen für Auftragsforschung sind mit EUR 1 Mio. pro Jahr begrenzt.

 

Begünstigte Aufwendungen sind:

• Löhne und Gehälter für Beschäftigte und Werkvertragsnehmer

• Unternehmerlohn

• Unmittelbare Aufwendungen (Ausgaben) und Investitionen (einschließlich der Anschaffung von Grundstücken)

• Finanzierungsaufwendungen

• Gemeinkosten sowie

• Aufwendungen für die Auftragsforschung.

Die Prämie ist nicht steuerpflichtig (keine Betriebseinnahme!).

Die Geltendmachung der Forschungsprämie erfolgt im Wesentlichen in zwei Schritten:

1. Beantragung der Forschungsprämie nach Ablauf eines Wirtschaftsjahres beim zuständigen Finanzamt (Formular E108c). Die Beantragung erfolgt meist gemeinsam mit der Steuererklärung für ein abgelaufenes Wirtschaftsjahr.

2. Beantragung eines Gutachtens bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) via „FinanzOnline”. Im Zuge dessen sind der FFG Beschreibungen der Innovationsprojekte vorzulegen, aus denen der F&E-Charakter der Projekte möglichst gut und prägnant hervorgeht. Jedes Projekt wird mit maximal 3000 Zeichen (ohne Grafiken oder Bilder) beschrieben. Anhand dieser Beschreibungen beurteilt die FFG, ob dem Grunde nach ein F&E-Projekt vorliegt.
Die FFG trifft allerdings keine Entscheidung über die Zuerkennung der Forschungsprämie. Diese Entscheidung wird letztlich vom zuständigen Finanzamt getroffen.

Insgesamt ist die Beantragung und Abwicklung der Forschungsprämie mit einem relativ geringen Aufwand verbunden. Und zudem ist die Erfolgswahrscheinlichkeit bei seriöser inhaltlicher und formaler Vorbereitung sehr groß.

Bei negativen FFG-Gutachten kann eine Gegendarstellung bei der Abgabenbehörde eingebracht werden. Dabei wird das abgelehnte Projekt mit detaillierteren und ergänzenden Informationen und Unterlagen der Behörde nochmals zur Prüfung vorgelegt.

Im Zuge der Beantragung der Forschungsprämie bieten wir Ihnen bedarfsgerecht, umfassend und intensiv Unterstützung.

 

Typischerweise werden folgende Leistungen nachgefragt:

• Beurteilung der Förderfähigkeit der Projekte

• Erstellung der Projektbeschreibungen

• Beratung und Unterstützung bei der Ermittlung der Projektkosten

• Optimierung der Forschungsprämie

• Beratung zu den Dokumentationserfordernissen

• Unterstützung bei der Anforderung des FFG-Gutachtes

• Unterstützung bei der Beantragung der Prämie beim Finanzamt

Haben Sie Interesse an unseren Leistungen?